Den richtigen und sicheren Törn (Anbieter) finden!

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Den richtigen und sicheren Törn (Anbieter) finden!

Yachtcharter Kiel - Das Original!
Veröffentlicht von Matthias in Mitsegeln, Ausbildung · 19 Dezember 2021
 

Private Mitsegelangebote – worauf muss ich achten?
 

Wenn ein Törn inseriert wird bei dem so oder so ähnlich steht: „alle (Charter)Kosten werden durch die Anzahl der Mitsegler geteilt“ seid ihr schon mal an der richtigen Adresse. Wenn es sich um eine private Yacht handelt ist es wichtig, wie es um Schiff und Skipper bestellt ist:
 
-          Sind für alle an Bord genug und auch geprüfte Schwimmwesten und weitere Rettungsmittel an Bord?
 
-          Gibt es eine Bordapotheke?
 
-          Wurde das Schiff regelmäßig gewartet
 
-          Wieviel und welche Personen kommen mit? (Alter, Geschlecht, Erfahrung)
 
-          Welche Erfahrung hat der Skipper (mit Schiff und Revier)?
 
-          Wird ein Crewvertrag abgeschlossen?
 
-          Ist das Schiff Haftpflicht und Kasko versichert?
 
-          Hat der Skipper eine Skipperhaftpflichtversicherung?
 
-          Bei einem Charterschiff unbedingt eine Kation Ausfallversicherung abschliessen
 
Gerade weibliche Mitsegler sollten darauf achten, dass sie bei Unbekannten Eignern nicht alleine und wohlmöglich über Nacht an Bord gehen. Gerade auf Facebook kursieren so einige Geschichten.
 
 


Wie kann ich vorselektieren?
 
Mann kann man die unseriösen Angebote ganz einfach herausfiltern:
 
1.       Es wird ein Preis aufgerufen, der ungewöhnlich günstig ist
 
2.       Der Anbieter schreibt bei seinem Angebot „Nur PN“, da er nicht möchte, dass man ihm auf die Schliche kommt, da auch in den Foren z.B: Behörden wie die Wasserschutzpolizei mitlesen
 
3.       Keine Verlinkung auf (s)eine Internetseite und/oder
 
4.       Internet Seite hat kein Impressum (bei prof. seriösen Anbietern kann man weitere Informationen zu Versicherungen und Aufsichtsbehörden erfahren)
 
5.       Internet Seite überträgt keine verschlüsselten Daten (am Anfang der Seitenadresse muss „Https“ stehen)
 
6.       Keine Hinweise in der Anzeige oder auf der Internetseite auf Zulassungen/Versicherungen speziell auf die Insolvenzversicherung
 
7.       Anbieter verspricht Ergebnisse, die er nicht liefern kann (seriöse Anbieter sichern sich juristisch ab, indem sie keine leeren Versprechungen machen, die sie u.U. nicht einhalten können, was wiederum eine Schadenersatzklage zur Folge hat )
 
 
 


Hier einige Bespiele/Hinweise:
 
 
-          Zu Pkt.3-5 Webseite:
 
Viele professionelle Anbieter pflegen auch eine Unterseite, die über das Unternehmen, Entwicklung und Mitarbeiter schreibt. Hier kann man sich ein noch genaueres Bild machen.
 
 


-          Insolvenzversicherung (Pkt.6)
 
Die Insolvenzversicherung bekommt man als Unternehmer auch nur, wenn man seinem Versicherungsträger glaubhaft versichert, dass man nicht vorhat, pleite zu gehen. Dies kann nur ein Steuerberater oder Wirtschaftsberater attestieren – und das wiederum ist ebenfalls mit Kosten verbunden. Jeder, der eine Segelreise anbietet und dafür Geld nimmt, gilt als Reiseveranstalter.  
 
 


-          (zu Pkt. 7) Beispiel Leistungen, die nicht erbracht werden kann.
 
Diesen Beschreibung wurde bei einem Anbieter von Mitsegelreisen und Ausbildung veröffentlicht.
 
„…Du wolltest schon immer gerne einmal selbst Skipper sein, eine Yacht chartern, und mit Freunden oder Familie sorgenfrei und sicher segeln? Dir fehlt aber hier und da noch das nötige Wissen, das Gefühl der Sicherheit oder die Übung in der Praxis? Während unserem 1-wöchigem Training auf der Ostsee helfen wir Dir hier genug Kompetenz zu erreichen um dies zu ermöglichen...."
 
Diejenigen, die Segelerfahrung haben, wissen, dass man in einer Woche nicht zum „Profiskipper“ wird, wie hier großspurig versprochen wurde. Ganz im Gegenteil: Gerade wer solche einen SBF/SKS Kurs oder Skippertraining bucht, wir sicher enttäuscht sein, wenn es in dieser einen Woche nicht klappt, zum „Profiskipper" zu werden.

Auch wird jeder andere Vercharterer mir beipflichten, dass eine Woche Training auf der Ostsee nicht gerade reicht, um eine Segelyacht zu chartern (allerdings ist in diesem Fall eine Kautionsversicherung sicher die schlauste Absicherung für den Charterer). Es ist leider kein Spaß! Ergebnis von dieser schon fast fahrlässigen Werbung sind leider die späteren Schäden an den Charterschiffen.
 
Was unerfahrenen Seglern hilft, um nicht „auf die Nase“ zu fallen ist viel Segeln mit erfahrenen Skippern. Entweder mit Freunden, bei Skipper Trainings oder Mitsegeltörns.
 
 


Wir paarschippen jetzt!


 
 
                                               
 
 
Ok – auch hier haben wir bei unserem Angebot etwas versprochen, was wir (wohl) nicht so ganz halten können. Aber die meisten unserer Mitsegler haben den “Slogan“ schon verstanden und nicht ganz ernst genommen… ;-)


 
 
Zu guter Letzt - der Skipper…
 
Ein nicht unerheblicher Part ist der Skipper. Der sollte neben seinen entsprechenden Lizenzen nicht nur Revierkenntnisse mitbringen, sondern auch mit Menschen umgehen können und somit zum Schiff und Einsatzgebiet passen.
 
Übrigens: Ein Skipper, der für einen Reiseveranstalter segelt, kann nicht eben mal über die Strenge schlagen. Unsere „Vertragsskipper“ haben strenge Vorgaben, wie sie sich gegenüber dem Kunden/Mitsegler zu verhalten haben. Sicher kann es überall einmal zu Unstimmigkeiten kommen, denn wir sind alle nur Menschen. Schlägt der Skipper aber z.B. über die Strenge, so wird er von uns „Kielgeholt“. Unsere Skipper müssen z.B. entsprechende Branchenreferenzen vorweisen, bevor wir sie ans Ruder lassen. Unsere Skipper müssen alle geimpft sein. Wie bei den meisten anderen professionellen Anbietern auch.
 
Gerne freue ich mich über Anmerkung und Fragen zu unseren Blogthemen!



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